MAZEDONIEN

12/7/2o17
19/7/2o17

DIE MARKTFRAUEN UND DIE STATUEN

skopje, geschäftige marktfrauen wuseln umher und richten ihre waren. obst, gemüse, eier, gewürze, kräuter und vieles mehr türmen sich pyramidenförmig um die wette.
auf dem täglichen markt herrscht buntes treiben in familiärer atmosphere. an einem alteingesessenen stand essen wir leckere regionale gerichte, sitzen zwischen einheimischen und fühlen uns pudelwohl.
weiter durch ein bewohntes plattenbauviertel, pausieren wir an einem in die jahre gekommenen spielplatz. ein ort mit altkommunistischem charme.
im zentrum angekommen, stoßen wir auf einen gigantischen figuren-fundus. mittig thront alexander der große als überdimensionierte statue.
mit mutter teresa sind es die wahrscheinlich zwei berühmtesten mazedonier.
in der stadt verteilt sind die helden der antike und der neuzeit.
wir staunen nicht schlecht. für unseren geschmack hätte es ein bruchteil des ganzen getan.
auf der anderen seite der vardar liegt das stadtviertel des alten basars. enge gassen und kleine handwerksläden aus osmanischer zeit schmiegen sich aneinander. bergaufwerts stoßen wir auf die lokale mikrobrauerei temov. das angebot ist facettenreich und das bier lecker.
ein paar tage später stehen wir mit 6inavan, eine interessante familie mit 4 jungs, direkt am wasser des matka canyons unweit von skopje. hier verbringen die einheimischen ihre freizeit. zufällig treffen wir auf den bunten vogel darne der rockband “karamela”. er lädt uns in sein abgefahrenes höhlen-haus ein. ein ausgehöhlter berg umfunktioniert zum privatclub mit freistehender badewanne. beeindruckende verwinkelte architektur auf mehreren etagen.
während darne in alten zeiten schwelgt, gibt es leckeren café und schnaps. die 5 jungs toben sich wild bei karaoke, schlagzeug und e-gitarre aus. sie haben mords spass.
bevor wir weiter zum ohrid see fahren, besuchen wir die pitoreske altstadt von bitola, laufen durch den waldartigen stadtpark und bewundern wunderschöne, filigran gestaltete bodenmosaike in der antikstätte herakleia lynkestis. der erste starke platzregen überrascht uns auf dieser reise.
der ohrid see, der älteste see der erde, grenzt an griechenland und albanien. er ist der ganze stolz für den binnenstaat mazedonien. neben der lebendigen und gutbesuchten stadt ohrid und einigen badestellen, gibt es weitere interessante sehenswürdigkeiten.  z.b. das orthodoxe kloster sveti naum aus dem 9. jahrhundert. es liegt erhöht über dem see in wunderbarer natur und ist aufgrund der grabstätte des heiligen naums eine gut besuchte pilgerstätte.

hoch hinaus über den nationalpark galicica haben wir eine sagenhafte letzte aussicht und spüren die schönheit mazedoniens mit ihrem herzstück dem ohrid.